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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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hat, wie ich, kann man unmöglich Lust haben, jene Aehnlichkeit inGeschmack und Ansichten die edlen Züge in Charakter undNeigungen, welche sür den Fortbestand der ehelichen Liebe so förder-lich sind, gering anzuschlagen,"

Man hält Dich für glücklich in der Wahl Deines eigenenGatten, Frau!"

Gott hat mich mit vielen Gnadengaben gesegnet aber dieFrage handelt von Meta, Herr Graf."

Ulrica hatte unwillkührlich die Farbe gewechselt; unterstütztdurch die frauenhafte Zurückhaltung, welche sie augenblicklich annahm,erschien übrigens diese kleine Aufregung im Auge des Grasennur als eine Aeußerung weiblicher Würde, welche darauf berechnetwar, eine unbefugte Neugierde zurückzuweisen.

Allerdings ist von Meta die Rede," antwortete er,und beimheiligen Benedict, dem jungen Menschen soll es nicht an freund-licher und nachdrücklicher Unterstützung fehlen. Aber ein Dienst istdes andern Werth. Wenn ich in Betreff dieser Heirath DeinerTochter Deine Wünsche unterstütze, gute Ulrica, so erwarte ich dafürvon Dir eine Gegenleistung, aus die ich kaum geringern Werth lege."

Die Bürgermeisterin erhob voll Verwunderung ihre Augen zudem Gesichte ihres Gefährten. Eins Frau, die es mit ihrer Selbst-achtung nicht stets so streng genommen, hätte wohl den Sinn desGehörten beargwöhnen können; aber Ulrica'S Blick trug bloS denAusdruck der Neugierde und Unschuld.

Ihr werdet weit mehr verdienen, als ich erfüllen kann, HerrGraf, wenn Ihr dazu beitragen wollt, Meta's Glück zu sichern."

Schöne Frau," fuhr Emich fort, indem er sich niedcrsetzteund mit einer Freimüthigkeit, welche in dem hohen Range de-Sprechers und in den Gebräuchen des Landes eine Rechtfertigungfand, ihre Hand faßte,Du weißt, wie lange schon diese Benedik-tiner unser Thal bedrängen, und da Du so tief in dem Vertrauendes wackeren Heinrich stehst, so mußt Du wohl schon auf die Der-