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Siegfried feierte den Rückzug seines quecksilberne» Feindes mit einemjubelnden Grinsen und erhob dann ein wildes Freudengeschrei, das,weil es aus denselben Lungen kam, welche noch am nämlichen Tagszur Ehre Gottes gesungen hatten — den jungen Berchlhold entsetztzusammenschaudern ließ. Jndeß zeugte der gläserne Blick und daserdfahle Gesicht des Mönchs dafür, daß er nicht im Stande war,weiter zu leisten. Er stierte mit dem unsteten, blödsinnigen Aus-drucke eines Trunkenen um sich her, drückte sich in seinen Stuhlzurück und schloß die Augen zu einem tiefen Schlafe, wie ihn dieNatur nur ungerne denjenigen zu Theil werden läßt, welche ihreGaben mißbrauchen.
Der Abt und der Graf sahen in finsterem Schweigen mit an,wie ihre beiderseitigen Sekundanten in dieser Weise koi-s öe com-bat gesetzt wurden. Ihre steigende Wörme und der Groll, derdurch die Erwähnung ihrer verschiedenen Beschwerdegründe gewecktworden war, hatten unmerklich Beider Aufmerksamkeit von dem Fort-gange des Wettstreites abgelenkt; aber jetzt wurde ihnen dieNatur desselben, nebst den daran fich knüpfenden Folgen, wiedereinigermaßen klar. Dieser Rückblick diente dazu, beide wieder etwasgelassener zu machen, denn sie waren in derartigen Scenen zu gutbewandert, um nicht zu begreifen, wie werthvoll Geistesgegenwartist, wenn eS gilt, seine Sinne beisammen zu halten.
„Unser Bruder Siegfrid ist der Schwäche der Natur erlegen,edler Emich," nahm BonifaciuS mit einem so geschmeidigen Lächelnwieder auf, als sein rolhes Gesicht und die erhitzten Augen cS ge-statten wollten. „Das Fleisch eines Priesters kann nicht mehr auS-halten, als das eines Laien, sonst würde er alle deine Flaschenbis auf den letzten Tropfen geleert haben; denn eine bessere Ab-sicht hat nie ein dankbares Herz erfüllt, wenn sich'S darum han-delte, den Gaben der Vorsehung Ehre anzuthnn."
„Ha, du rechtfertigst Deine Schlemmereien mit einer Spitz-findigkeit, Herr Abt, während wir Männer vom Schwerdt