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auf die Verdammniß würde unserer gebildeteren Zuhörerschaft sehrunanständig erscheinen. Außerdem wirst Du mir zugeben, daß wirbis jetzt weit weniger von Ketzerei angesteckt sind, als Deine nor-dischen Höfe."
Hier übertönte die tiefe Stimme des Grafen, welcher seineFassung wieder ein wenig gewonnen hatte, das Zwischenspiel deruntergeordneten Personen.
„Wir sind keine Kinder, hochwürbiger BonifacinS," nahm erwieder auf, „um uns mit Namen in Harnisch zu jagen. Daß manmir die Ehren und Rechte meiner Geburt und Familie verweigerthat, weil meine Abstammung nicht in gerader Linie stattgefunden,ist freilich wahr, aber wir wollen dies vergessen. Du bist willkom-men an meiner Tafel, und es gibt keinen Würdenträger der Kircheoder Deines Ordens, den ich auf scharfe Rittweite von diesen Thür-men mehr schätzte, als Dich und die Deinigen. So laß uns dennFreunde sehn, heiliger Abt, und auf unsere nachbarliche Liebe dasGlas leeren."
„Graf Emich, ich thue Dir Bescheid und bete für Dich, wieDu es verdienst. Wenn zwischen unsrem Kloster und Deinem HauseMißverständnisse vorsielen, so kommen sie auf Rechnung eines zwie-trachtsäenden Teufels. Wir sind eine friedliche Gemeinschaft undgeben uns mehr mit Gebet und den Pflichten der Gastfreundschaftab, als mit dem gierigen Wunsche, unsere Truhen zu bereichern."
„Bei diesen Punkten wollen wir nicht weiter verweilen, Vater,denn es wird dem Ritter wie dem Abte, dem Laien wie dem Prie-ster nicht leicht, zu allen Zeiten mit gleichen Augen zu sehen. Wennnur einmal die Frage über die Oberherrlichkeit in Dürkheim aus-geglichen wäre, daß wir doch im Thal stets gute Nachbarschafthalten könnten! Unsere Berge schließen keinen so weiten Raum ein,wie die am Rheine — warum sollten wir daher das Bischen ebenesLand in ein Schlachtfeld verwandeln? Bei der Messe, sehr heiligerAbt, Du würdest gut thun, die Truppen des Chursürsten zu entlassen