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«ine Heiligen-Krone geschmückt seyn wird. Doch ich vergesse dieWürde meines alten Hauses und die Nachsicht, die ich einem Gageschuldig bin, in meinem ehrlichen Zorne über einen hinterlistigen,boshaften Mönch."
Bonisacius verbeugte sich mit scheinbarer Fassung, und wäh-rend beide in einem unstäten Rückblick auf das wahre Sachver-halten des obschwebenden Streites ihre Mäßigung wieder zu ge-winnen suchten, wurde das Gespräch zwischen dem Abbe undPater Siegfried auf's Neue vernehmlich, da es bisher durch dieStentor-Lungen der Hauptkämpfer übertönt worden war.
„Du hast Recht, hochwürdiger Pater," sagte der erstere,„aber wenn unsere schönen und lebenslustigen französischen Damenzu den fernen Heiligthümer», von welchen Du sprichst, wallfahrtenwollten, so würden rauhe Behandlung unterwegs, schlechte Gesell-schaft und vielleicht auch hinterlistige Beichtväter den Glanz ihrerAnmuth beflecken, so daß sie nicht mehr als die lieblichen Zierdenunseres prunkvollen, ritterlichen Hofes auftreten könnten, die siegegenwärtig sind. Nein, ich will nichts von gefährlichen Ansichtenwissen, sondern mir lieber Mühe geben, durch sanften Zuspruchund artige Beweisführung ihre kostbaren Seelen dem Himmelnäher zu führen, den sie so wohl verdienen, und dem sie, wie ichwohl ohne Frivolität sagen kann, zu einem so seltenen Schmuckgereichen werden."
„Das mag meinetwegen bei der schwindelköpfigen PhantasieDeiner Franzosen angehen, aber unsere trägeren deutschen Ge-müthcr müssen anders behandelt werden. Bei der Messe, ich gebewenig auf die Wirksamkeit eines Beichtvater-, der nur mit sanftem,geschmeidigem Zuspruch kommen will. Wir brauchen da und dort«inen kräftigen Wink über die ewige Verdammniß, der in deut-licher, kernhafter Sprache hingeworfen werben muß."
„Ich verwerfe keinen Gebrauch, der sich begründen läßt, PaterBenediktiner, aber in Wahrheit, eine so unmittelbare Hinweisung