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telbaren Einfluß sonstige wesentliche Rechte zu verleihen. Da übri-gens die Familie Leininge» zahlreich war und ihre Nebcnzweige ingesegneteren Gauen Besitzungen hatte, so war Graf Emich dochkein bloßer Berghäuvtling. Das Lehensystem war lange vor seinerGeburt geregelt worden und die Reichsgesetze sicherten ihm als demErben Derjenigen, welche in früherer Periode Land und Leute ge-wonnen hatten, viele Städte und Dörfer in der Ebene. Als derRechtsnachfolger eines verstorbenen Verwandten hatte er erst kürz-lich sogar auf eine höhere Würde und auf weitere Gebiete Ansprüchegewonnen, obschon sein Versuch, seine Macht zu vergrößern undseinen Rang zu erhöhen, durch seine Standesgenossen vereitelt wurde.Diesem fruchtlosen Versuche seines Ehrgeizes verdankte er den Spott-namen „Sommerlandgraf" — denn dies war der Rang, den er inAnspruch nahm, und der Zeitraum, während dessen er die neuenTitel hatte tragen dürfen.
Nachdem der Leser also von der Bedeutsamkeit der fragliche»Familie unterrichtet ist, wird er sich nicht mehr wundern, wenn erhört, daß das Schloß der Grafen von Hartenburg, oder richtiger,der Grafen von Hartenburg-Leiningen in entsprechender Weise ge-baut war. ES lag auf einem GebirgSvorsprungs, wo das Thalam engsten zusammengedrängt war; die Stelle nun, wo das Flüß-chen eine kurze Wendung machte, stellte den unten liegenden Paßin einer Weise bloS, daß er hier von den Bogenschützen, welche aufden Zinnen ausgestellt waren, leicht bestrichen werden konnte. ImVordergründe hatte der ganze sichtbare Theil des Gebäudes einendurchaus kriegerischen Charakter und war noch außerdem einigerma-ßen für den Gebrauch der damaligen unvollkommenen Artillerie ein-gerichtet, während sich hinten das Labyrinth von Höfen, Kapellen,Thürmen, Thoren, Fallgittern, Staatszimmern, Amtsstuben und Fa-miliengemächern erhob, welche den Gebräuchen und dem Geschmackejener Zeit entsprachen. Das Dörflein, welches unmittelbar unterdem Gemäuer der vorspringenden Thürme oder der Basteien (wie man