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Nachbarn »ertheidigen konnte, zu einem Edlen, der gewissermaßenals unabhängiger Herrscher da stand. Ueber das benachbarte Ge-biet galt sein Mille als Gesetz, und diejenigen, welche ihres Grund-befltzeS nicht froh werden konnten, ohne sich seinem Wvhlnehmen zuunterwerfen, fügten sich darein, durch Basallendienste seinen Schutzzu erkaufen. Kaum hatte sich einer dieser kleinen Zwingherrn inseiner Burg festgesetzt und die Huldigungen des LandmanneS entgegengenommen, so begann der Streit mit Demjenigen seiner Standes-genoffen, welcher ihm am nächsten wohnte. Der Sieger wurde na-türlich durch seine Eroberungen mächtiger, bis er zuletzt aus demGebieter eines einzigen Schlosses und eines Dorfes im Laufe derZeit zum Herren von vielen wurde. In dieser Weise gelangten diekleineren Ritter zu Macht und Herrschaft, und sogar die größtenHerrscher unserer Tage können ihre Stammbäume bis zu solchenwilden Wurzelsproffen verfolgen. Noch steht in dem schweizerischenCanton Aargau auf einer schroffen, schmalen Kuppe eine Ruine,vor vielen Jahrhunderten der Sitz eines Ritters, welcher von seinemHorste aus das nahe Dorf überschaute und über die Dienste einesBauernhäufleinS gebot. Die verfallene Burg führt den NamenHabsbnrg und wird als die Wiege jener mächtigen Familie geehrt,welche Deutschland eine Reihe von Kaisern gab und noch immerüber einen großen Theil desselben, wie auch über Oberitalien herrscht.Der König von Preußen stammt aus dem Hause Hohenzollern, dasauf einer anderen Ritterburg saß; und so gibt es noch zahlloseBeispiele von Rittern, die in Zeiten, als Sicherheit nur durch guteMauern zu erzielen war, mit dem Grundsteine zu einer Veste auch denKeim zu einer langen Reihe reicher und mächliger Fürsten legten.
Jndeß schien weder die Lage des Schlosses Hartenburg, nochdie Periode, in welcher eS gegründet wurde, so großartige Aussichtenzu rechtfertigen. Wie schon bemerkt, beherrschte es einen Paß, derzwar für örtliche Zwecke wichtig, aber doch keineswegs bedeutungs-voll genug war, um dem Inhaber der Veste außer seinem uninit-