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dem beschwerlichen Gange von der Stadt nach dem Lager ausruhenzu lassen. Als Meta sich ihr endlich näherte, um sic zu wecken,brach die geschwätzige Alte in einen Nus der Ueberraschung überdie Kürze deS Besuchs bei dem Einsiedler aus, denn in ihrem tiefenSchlummer hatte sie durchaus nichts von BerchtholdS Anwesenheitund Verschwinden wahrgenommen.
„Es ist ja kaum ein Augenblick, liebe Meta," sagte sie, „seitwir den Berg heraufgekommen, und ich fürchte, Du hast auf dieweisen Worte des heiligen Mannes nicht gehörig geachtet. Wirdürfen eine heilsame Arznei nicht zurückweisen, weil sie bitter schmeckt,mein Kind, sondern müssen sie bis auf den letzten Tropfen nehmen,wenn wir anders glauben, daß Heilkraft in der Schale wohnt. HastDu dem Einsiedler Dein ganzes Herz ausgeleert und ehrlich vonDeiner sündigen Natur mit ihm gesprochen?"
„Du vcrgtß'st, Ilse, daß der Eremit nicht einmal die Tonsurhat und weder Beicht hören noch Sünde vergeben kann."
„Ei, das weiß ich doch nicht. Ein Einsiedler ist ein MannGottes, und ein Mann Gottes ist heilig. Zeder Christ aber kannund soll sogar vergeben, und was das Beichlhören betrifft, so istmir ein Klausner, der in Gebet und Selbstverläugnung Leib undSeele kasteit, weit lieber, als alle Mönche von Limburg. Der Se-gen eines solchen ManneS hat viel mehr Kraft, als ein ganzesDutzend von der Hand eines schwelgenden Abtes — ja, ich weißnicht, ob ich nicht eher ein halb Hundert sagen sollte."
„Er hat mich gesegnet, Ilse."
„Gur; das ist ein Trost, und wir haben uns dann doch nichtumsonst abgemüht. Aber Du hättest ihm doch sagen sollen, daßDu bei der letzten Messe das Spitzenleibchen zu tragen wünschtest,um Deine Gespielinnen neidisch zu machen über Deine Schönheit.Es wäre jedenfalls heilsam gewesen, wenn Du wenigstens diese Sündeeingestanden hättest."
„Aber er fragte mich nicht nach meinen Sünden. Sein ganzes