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weibliche Neugierde als Grund vorschützen, warinn ich auf schleunigeAntwort zähle. Sprich, warum findet man Dich zu einer Stundehier, in welcher sich die meisten jungen Jäger dem Schlaf hingebcn?"
„Ich bin Graf Emichs Förster, Du aber bist, wie ich noch ebenhören mußte, die Tochter des Bürgermeisters von Dürkheim."
„Ich erlaffe Dir alle weiteren Erörterungen dieses Unterschieds.Wüßte meine Mutter, daß ich mich eben jetzt anschicke, für meinBenehmen einen Grund anzugeben, so würde sie sagen: ,BewahreDeine Erklärungen für Diejenigen, welche ein Recht haben, sie zuverlangen/"
„Und Heinrich Frei?"
„Wahrscheinlich würde er den Besuch ebenso wenig billigen,als den Grund desselben."
„Dein Vater liebt mich nicht, Meta."
„Gegen Deine Person hat er nicht so viel einzuwenden, MeisterBerchthold, wohl aber gegen den Umstand, daß Du nur HerrnEmichs Förster bist. Wärest Du, was Dein Vater war, ein ehren-hafter Bürger unserer Stadt, so würde er Dich hochschätze». Jn-deß stehst Du doch bei meiner lieben Mutter sehr in Gunst."
„Gott lohne ihr'S, daß sie in ihrem eigenen Wohlstände Der-jenigen nicht vergessen hat, welche durch Unglück heruntergekommenfind. Ich glaube, Du gleichst sowohl Deinem Herzen, als DeinemAussehen nach, mehr Deiner Mutter, als Deinem Vater, Meta."
„Das wäre mir wohl recht. Wenn ich Dir sage, daß ichHeinrich Frei's Kind sey, so geschieht es, glaube mir, nicht mit Be-ziehung auf irgend einen Abstand zwischen uns, sondern nur in derAbficht zu erweisen, daß ich meinen Stand nicht so sehr außer Au-gen setze, um ihm Unehre zu machen. Ich bin gewiß nicht derMeinung, daß der Posten eines Försters ein unehrenhaftes Amtsey, denn Diejenigen, welche dem Chursürsten in dieser Eigen-schaft dienen, find Edelleute."
„Und Diejenigen, welche dem Adel dienen, sind Tröpfe. Ich