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heraufkamen, und ein wenig seitwärts von dem Cedernhaine nachvorne zu lag mehrere hundert Fuß tiefer in nebeligter Dunkelheitdie Ebene der Pfalz, gleich einem Meere, das die endlosen Spurender Kultur in einander verschwimmen ließ.
Es war in der That selten, daß ein Dienstmann des GrafenEmich, namentlich einer von denen, welche in dem Schlöffe oderin dessen Nahe wohnten und daher jeden Augenblick in Anspruchgenommen werden konnten, sich soweit von der Veste, und zwarnach der Richtung der feindlichen Abtei entfernte, ohne sich mitSchutz- und Trutzwaffen vorzusehen. Berchthold trug gcwohnter-maßen sein Jagdmesser, ein kurzes, gerades Schwerdt, das bis aufden heutigen Tag in Europa die sogenannten Leibjäger an derSeite führen — eine Claffe, welche, zu den fröhnerischen Dien-sten von Laquaien herabgewürdigt, hinten aus den Wägen vonGesandten und Fürsten paradiren muß, um den aufmerksamenZuschauer an den regelmäßigen und sicheren Verfall der Bräucheaus den Zeiten des Lehenwesens zu erinnern. Aber auch Gott-lob hatte, sofern menschliche Feinde in Frage kamen, seine per-sönliche Sicherheit nicht verabsäumt; denn in allen Kämpfengegen Fleisch und Knochen war er ein mannhafter Bursche, wie erin mehr als einem jener blutigen Zwiste bekundet hatte, die injener Zeit zwischen den Vasallen der kleineren deutschen Fürstenhäufig genug vorkamen; der Kuhhirt hatte sich mit einer schwerenWaffe vorgesehen, die sein Vater oft in der Schlacht geschwungenhatte und die der ganzen Muskelkraft des Sohnes bedurfte, um untergebührender Beobachtung der erforderlichen Stellungen und Lagengehandhabt zu werden. Feuergewehre waren damals viel zu theuerund zu unvollkommen, um für einen so unwichtigen Anlaß benütztzu werden, wie der war, welcher die Milchbrüder auf's Gebirggeführt hatte: denn in dieser verwandtschaftlichen Beziehung undin dem Umstande des gemeinsamen Heranwachsens lag das Ge-