Z24 Die Ruinen.
Prachttriumphe beschaut, sie lachen unser,
Kehren weiter den Wagen und das Schauspiel,.
Tod und Leben, sie spotten mit einanderDer Unsterblichen, die im Nu dahin sind.
Nichts stehet unveränderlich,
Nichts stehet ringsum sicher.
Die Saat zertritt ein Roß; der SturMZersplittert Eich' und Ceder.
Pompeji decket der Vesuv;
Die Donau Damm und Bogen.
In Thrancn schwimmt das niedre Thal;
Den Gipfel treffen Blitze.
Wie der Weise vereinst die Menschen warnte:„Nichts ist sicherer als die Furcht." Es fürchtetJene Ceder des Aeols Arm; es scheuetDiese Blume des Mädchens zarten Finger.
Glaubst du, heiliger Hain, gepflanzt von Händen
der Borwelt,
Daß dich Religion sichre vor Wunden undTod?
Auch dem heiligen Hain droht seine Parze. Das
Alter
Ist dir Atropos einst, ohne die fallendeApt.
Deiner spotten die Satyren dann, und jede DryadeKlagt im Seufzer entstehn ihren veraltetenBaum.
Das Leben ist ein kurzes Spiel,
Kaum ist es angesau, ",