aus Jakob Balde's Gedichten.
Auf Einen Punkt versammlet, gebraucht er stets
Sein ganzes Leben; eben so froh bereit,-Die Bürde fortzutragen oder
Weg sie zu werfen mit heitrem Blicke.
Der ist ein Freimann, welcher sich selbst besitzt,
Ein Edler, der sich edler als alles Gold > >Das sein ist, achtet, und die GüterJenfeit der Grenze, der weiten Grenze
DeS eignen Muthes, großer Bckümmcrniß
Nicht wcrth halt. Wollt' ein männlicher Sinn das
Haar,
Das ihm entfiel, mit bangem SeufzenDder mit Sorge zurück erbetteln?
Dann sorgt der Weise, wenn es zu wohl ihm wird;
Wenn ihm das Schicksal schmeichelte, fürchtet er,Im Unglück tapfer. Steht der UnfallEifern, ein kämpfender Schütze vor ihm;
Er kämpft und wirst entgegen mit gleicher Kunst
Und fängt und nutzt die Pfeile des Schicksals, bisDie letzte Stund' erscheinet; freundlichNimmt er sie auf, die er längst erwartet,
Wie sie die Götter senden. Ist unser Tpd
Entkcrkerung des Geistes; wer zitterte,
Wenn Ihm, dem Langgefangnen, endlichSinket die Fessel, und Freiheit sein ist?
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