aus Jakob Balde's Gedichten.
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Nachtfeier der Liebe.
Liebe jetzt, wer nie geliebt hat! Wer ge-liebthat, liebe jetzt!
Wie der Hirsch vom Pfeil getroffen, in sich trageter den Pfeil,
Elühndcr Durst verzehrt den Matten, Durst ver-zehrt den Blutenden;
Ueber Fels und Dornen eilend, lechzend nach demfrischen Quell,
Hört er rauschen, sieht ihn blinken, stürzet niederund crlechzt.
Liebe jetzt, wer Nie geliebt hat! Wer ge-liebt har, liebe jetzt!
So die Seele, die der höchsten Anmuth süßer Pfeildurchdrang,
In sich trägt sie ihn und liebt ihn; er verzehrt ihrInnerstes.
Nicht genesen von der Wunde, zur ersehnten Quellewill
Sie hinüber, sieht die Quelle, dürstet, lechzet, underlcchzt.
Liebe jetzt, wer nie geliebt hat! Wer ge-liebt hat, liebe jetzt!
Süßer Tod, du Wunsch des Herzens, neues Leben,höchster Wunsch,