aus Jakob Balde's Gedichten. 273
Zmen hebet die Last, die mit einträglichenWürden lohnet, das Laurer- A m t.
Er merkt anderen auf, die er mit guter ArtFalle. (Schändliches Knabenspiel!)
Mit wie gleißendem Ernst, mit wie ersonnenemSchweigen decket man List und Trug,
Tauscht das glaubende Volk, lasset den Himmel selbstDrohen, stellet den Ohren nach. —
Daß im salzigen Meer außer dem Hauch der GunstKein gefährliches Lüftchen weh',
Weiht dem Aeolus man heiße Gelübde, kehrtOft die Segel, das Steuer oft,
Bis den Hafen anitzt, bis man ihn froh erreicht.
Kränze krönen den Mastbaum nunStolz. Um Ufer erbaut steht ein Altar und dampftFestcsopfcr den Göttern auf! —
Ich nicht also. Der Stuhl, den ich besitze, seyNicht ein goldner; ein eichner Stuhl.
Ferne, ferne von mir, schimmernde Büberei!
Jede niedrig-erkaufte Macht,
Und die Ehre, die mit Schande beladen drückt! —Auch gehorchen ist Macht. Ein Herz,
Das sich selber regiert, sich zu gehorchen weiß,
Hat das weiteste, schönste Reich.
Alles übrige sey froh übergeben Gott.
Herders W.Lit.u.Kunst. XIV. S