aus Jakob Balde's Erdichten. 27L.
Zwischen ihnen dreht sich das LebenSchlüpfrig. — Was wir lieben und fli.hn, und
hoffen und fürchten
Und begehren, sind— diese Gestalten.
Das Geld.
In Kaufmannsladcn wie in Pallastcn blinktDas Helle Gold; in riechenden Kellern, wieAuf Weihrauch-duftenden AltärenUnd in der Höhle der feilen Unzucht.
Der Räuber, wie der Vater des Vaterlands,
Der Priester, wie der Augur begehret Geld.
L wäre Geld der MenschenwürdeWahres und einziges Gut; die Tugend
Würd' es allein besitzen. Das Laster sahMan allvcrachtet betteln die Straßen hin;
Und Tugend ging' auf allen WegenReich und geehret und groß und glücklich.
Jetzt ist es anders. Freund, und so denke dann:Kann Geld nicht großer machen an Geist und
Hcrz,
Den der es hat, und auch nicht kleiner,
Dem es entgehet; und können Schatze