des Dichters Jakob Balde. 255
Denkmal, das ich ich ihm errichtete, sollte undkonnte nichts, als ein eigentllchzs Kcnvta-phium seyn aus seinen Schriften, nicht aus sei-nem Leben.
„Er starb, sagt Joch er, zu Neuburg ,663„den v. August. Dessen Feder hat nach seinem Tode
I. Balde wurde r 6 o 3 oder >6og zu Ensisheimgebohren. Er legte sich auf die Rechtsgelehr-samkeit, begab sich aber hernach, man sagt, ausunglücklicher Liebe, in den Jesuitenorden, undwurde im 20. Jahr in das Kollegium zu Lands-berg ausgenommen. Zu Ingolstadt und Münchenerhielt er als Lehrer der Rhetorik und als Hof-prediger ungemeinen Beysall; — wahrend derBayerische Hof entzückt von seinen Predigtenwar, bewunderte Deutschland seine Gedichte,und nannte ihn seinen Horaz, und die berühmte-sten Männer im In - und Auslande bewarbensich um seine Freundschaft. — Seine Lebensweisewar sehr einfach und seine Gemüthsarr ausseror-dentlich sanft; einzig mit der Bildung seinesGeistes beschäftigt, vernachläßigte er seinen Kör-per. Er dachte im höchsten Grade bescheiden vonsich und seinen Werken, führte mit unnachsichtli-cher Strenge die Feile und konnte allen angehen-den Dichtern Horazens Regel, nunuin prsms-i,nr in NNNUNI, nicht genug empfehlen. Erstarb1668 an der Auszehrung, nachdem er sich schonlange vorher wegen körperlicher Schwächlichkeitallem Umgang mit Menschen entzogen hatte.