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Kenotaphium
Schuld des Ordens, für die ein einzelnes Mitglied,dazu ein Lehrer der Redekunst und ein Dichter ohnedem nicht haften durfte. Wer hat jemals Bedenkengetragen, einen Petau und Sirmond, einenSch einer und Riccioli zu nutzen, weil sie Je-suiten waren? So viel andre Dichter der Gesell-schaft Jesu sind in Aller Händen; warum nichtauch, zumal »ach einer zweckmäßigen Auswahl, die-ser Dichter? Die Zeiten des dreyßigjahrigen Krie-ges sind vorbcy; und wenn sein Orden zu dessen Er-regung bcykrug, so that Er was er konnte, den Frie-den Herhey zu rufen und die Gräuel des Kriegeszu versöhnen. In vielem, worüber er klagt, hat erRecht; patriotische Gesinnungen für Deutschlandkann ihm Niemand absprcchcn. Kein katholischeralso, kein baycrscher Dichter allein; wie ich ihn dar-zustellen gewagt habe, ist er ein Dichter Deutsch-lands , auch für unsre und vielleicht für zukünftigeZelten. In diesem Betracht wird mirs NiemandVerargen, daß ich wählte und wegliefi, hin und wiederauch verändern mußte; es gehörte dieß zur Gestaltunsrer Sprache. Wenn Denis oder ein andrer Mannvon Geschmack eine lateinische Ausgabe Balde'sfür unsre Zeit veranstalten wollte; wie klein würdeund müßte sie werden!
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Noch in einem andern Felde wollte Baldenützlich scyn, in der Geschichte. Er dachte, wiemehrere Steilen feiner Gedichte zeigen *), mit Ernst
H Lerpsich. S. , 5 o. l. Oä. 47. 5 ^lv. I. 5.Ocl. 20. I. g, Oä. 2Z.