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208 Kenotaphium
den giebt ihm der erste französische Botschafter beymwestphalischcn Frieden, fein Memmius davonNachricht und nennet ihn seinen Lands-mann*); Balde aber sah sein Vaterland niewieder.
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In Bayern lebte unser Dichter; und cs istnicht zu bergen, daß er zuweilen mit Mißfallen dar-inn lebte. Er klagt über den Himmel, der seinezarte Gesundheit mit Katarrh und Flüssen, mit Fie-bern quäle, die ihn mehrmals an den Rand desGrabes versetzten. Schwerlich ist der häßliche Ka-tacr h von einem Dichter arger verwünscht worden,als von dem unfern; zum Trost aller, die bey derewigen Feindschaft unsrer Lebensart und unsres Kli-ma von ähnlichen Nebeln leiden, theilen wir ihnenEine Verwünschungsode desselben mit **). — DasKraut, mit dessen wohlthatigem Rauche unser Dichterdiesen bösen''Feind verjagte, hat ihm ein Lobgedichtdieser Pflanze abgelockt ***), vor bcrcn Mißbraucheer in einem langen Gedicht warnet ****). Gegenden Vorwurf der Muse, daß er statt der Flöte derPallas dies Rohr ergreife ch), schützet er sich mit demharten Ecforderniß seiner Gesundheit und seines Klima.
Ueber
*) Laläe yoem. N. II. y. 2 i.l.
*') 1°. I. Nib. 17. Oä, Zg,. Dirne in OalarrlrnmS. die folgende Nachlese von Balde's Gedich-ten.
S^lv. I.. VIII. Oll. 6.
'"*) Nom. III. x. iSo.s) 8v7v. 7Hr. D. IX. Oä. z.