Lyrische Gedichte. 197
Ist dem Knaben ein Reich, die Welt nicht weit
gnug! —
Gold, das schädliche, das die Augen blendet,
Barg ich unter den Boden, und sie suchen's
Tief in der Hölle. —
Alle Gräuel der Nacht in CythereensKammern oder Lyaus deck' ich schaamhaftZu mit Dunkel. Sie schänden, sie entreißen
Sich ihr Geschlecht selbst.
Meine schöne Gestalt, die ich der JungfrauSchenkte, gnüget ihr nicht; sie heuchelt SchönheitSich mit Giften ins Antlitz. Jahr' und Jahrszeit
Wirren die Thoren.
Nicht die Rose des Mays, die WintcrroseDuftet ihnen. In Goldpokalen röcheltIhnen süßer der Wein. Im SpiegelzimmcrQuillet ein Lustbad.
Jener Wütherich peitscht das Meer mit Ruthen;Dieser drohet der ihm zu heißen SonneSeinen Pfeil, und dem Aeol Backenstreiche —
Alle verklagen
Mich! O Thorcngeschlecht, du Handvoll Erde,Hast du also vergessen deines Ursprungs,
Daß du Staub und ein wenig Hauch und Luft bist,?
Hast du vergessen