172 Ly r i s c h e G c d i c h te.
In Flammen sah ich brennen die Scmcle,
Zn vollem Rechen Hort' ich Pasiphae,
Das Antlitz sah ich der Ag lauros,
Als sie beftürzet ein Marmor dastand.
Und soll bewundern, wenn in Apollo's HainEin Knabe Lorbcern findet und Lorbeer» kaut? ,Und singet mir von Mi das Schicksal,
Oder vom Brautgam Anaparetens,
Der ach vor ihrer Thür sich erhenkte! — Nein!Bekannte Mahrchen sind mir veraltete.
Der schwatzt in Fabeln, wer der FabelSitten unkundig, sie neu erst lernet.
So wenn der Gott der Götter den vollen RathVersammlet; schweigend harren die MächtigenAuf seinen Wink, vergessend alleZierde des Saales, und schauen Ihn an,
In seinem Blicke spähend des Vaters Rath —Der Pöbel nur, der Pöbel der Götter, zahltDie Ampeln seiner Burg; bewunderndWinken die Faunen, wie schön das glan-ze!