Lyrische Gedichte. ^9
Jetzo setzte sie sich den schönern Helm auf,
'Schwanz das blinkende Schwert in leichtem Tanze,Und verbarg cs. Die Waag' in ihren HändenSprossele Rosen,
Sproßte Lilien: denn das Glück der VolkerTragend, waget sie Fleiß und Lobn, der ArbeitMüh' und süßen Genuß, Verdienst und Ruhm inGoldenen Schalen.
Und mir entschwand das Büd. O daß die Schwestern,Spat vereinet, sich niemals mehr entzweiten!
Daß kein Frevel der Mächtigen die GättinnWieder bewafne!
Der unauflösliche Knoten.
Nicht mit der Schärfe des Schwerts, mit Machtdes Geistes und Herzens
Den Feind besiegen, ist der schän're Sieg.
Was der Sterblichen Hände zu baun vermochten,vermag auch
Die Hand der Sterblichen in Staub zu streun.
Dies zeizt Troja; Babylon dies. An der Son-ne gekochet ,
Zerfiel in Scherben es vom Hauch der Lukt.
Sank nicht einst der Coloß? Du suchst im neuerenTroja
Das alte Rom des Romulus umsonst.
Sein C 0 losse u m steht, und die Tem pel stehenverödet,