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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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137
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Lyrische Gedichte.

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Zwo Göttinnen.

Nicht jm Schlummer allein genießt der DichterGöttertraume; dem Wachenden erscheinetAuch Apollo. So trat mir heut am Mittag'Herrlich ein Bild vor;

Zwo Göttinnen. Die Eine weicht der hohenPallas kaum an Gestalt und Königs röße;

Und der anderen weicht die Meer - eutsprungnePaphia selber.

Stoffen Ganges erschien dieKriegesgöttinn,

In erschreckender Pracht; es klangen Waffen,Goldenes Erz erklang, wohin ihr Fuß sichDrohender wandte.

Bor der Brust den leuchtenden unanschaubarnHarnisch; aus dem Haupte den Helm. Es flogenAn dem blinkenden Helm, gefledert flogen

Rauschende Büsche.

In der Rechte das nackte Schwert; die LinkeHielt die Waage, worin aus Einer SchaleAlle Reich' Europens, und in der andern

Tod und die Pest lag,

Schmerz und Thranen und Grimm und Weh undKetten.

Ernsten, heiteren Blickes trat sie vor mich;

Doch mein Auge vermocht auch nicht den mildernBlick zu ertragen.