Lyrische Gedichte.
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Jetzt vor der Rennbahn stehend des Erdelaufs
Blickt es hinauf gen Himmel. Es wird dir nieDen Hals zum Ackerpfluge beugen,
Oder zu wühlen in Eyperns Scholle;
Nicht mahlen dir im schmaklichen Mühlcngang',
Nicht tragen ein unwürdiges Joch der Müh;
Auch des gemeinen Ruhmes Bahnen
Edel verschmähend, erhebt das Haupt es,
Und stürzet schnell wie Winde, wie Blitze schnell,
Durch Feu'r und Flukben, über die Felder hin,
Daß seinem Hufe kaum der Halm sichBeuget, cs netzet ihn kaum die Welle;
Dahin, wohin sein höherer Trieb es ruft.
Wie Donner tönt sein freudiges Ungestüm,
Wenn die Trommct' erklingt; es schnaubet,Stampfet den Boden und eilt zum Streite,
Und achtet weder Pfeile, noch Lan;' und Schwert,
Noch Fackeln, die ihm drohend cntgegenwirstDer Zorn, die Ehrsucht, die Begierde,Oder der blähende Stolz des Feindes.
In Kampfes Mitte kennet es keine Flucht;
Von fernher witternd, mitten im Sturm des StreitsErspäht's Neronen. Mari Minen,
Deciern schnaubet es Grimm und Weh zu,
Und tritt zu Füßen, was ibm entgegenstrcbt,
Und hebt den Reiter hoch zum Olymp emporAls Sieger. Kreisend in den LüftenTraget es ihn zu Elea'ö Palmen.
Herders Werke, Lir» u. Kunst.XIV. H