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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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Lyrische Gedichte.

Umfasserin, sie strebt zu dem Lichtkreis' auf,

Aus dem sic nieder in ein Gebilde floß.

Mit angebohrnen, ewgen SchwingenTritt sie den nie ihr gereunden Flug an

Zum Strom der Gottheit, der die Natur umfließt,Der alle Wesen tränket mit FeuerstrahlUnd Leben. Tausend LichtgestaltenSpähet sie auf, und erjagt sich Formen

Und kebrt mit Allem Aussen - ErspahetenZurück in sich, und fasset und ordnet esIn heitrer Stille. Was gestaltlosOder Gestalt ist, erkennt und weiß sie.

Und weiß, (o hohes Wunder!) daß fie es weißIhr Wissen weiß sie, schauet zurück in sich,

Und vorwärts, gehet um sich selber,

Misset und senkt sich in eigne Tiefen.

Du goldner Ring des Plato, der Alles faßt,Der Alles ordnet, ordnet zum eignen Selbst,

Du Janusantlitz, das hineinwartsIn sich und vor - und zuxückwärts schauet,

Aus Ungewissem sich das Gewisse schafft,

Sich Licht aus Dunkel rufet, o heilqe Kraft,

Die aus Vergangenem das Jetzt sichBildet und greift in die fernste Zukunft.