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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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Lyrische Gedichte

Lebensrvgeln an einen Jüngling.

Früh in bleibender Jugend lern', o Jüngling,Lebens Glück. Sie entflieh», die holden Jahre!Wie die Welle die Welle, treibet Eine

Stunde die Andere.

Keine kehret zurück, bis einst dein HaupthaarSchneeweiß glanzet; der Purpur deiner LippenIst erblichen; nur Eine Schönheit blieb dir,Männliche Tugend.

Ohne sic ist das Leben Tod; um sie nurLebt man. Schiebe nicht auf, vor allem andernDich zu haben, und werd' in vestem HerzenDeiner gewiß erst.

Meide Schuld; sie verflicht mit tausend DornenDich in Strafe. Wer vor Ih m selbst erröthct,Tritt vors höchste Gericht, sein eigner Klager,Richter und Zeuge.

Steuve nicht zu des Meeres Höh'; am UferSchwimmt dein Rache den Silberstrom hinunter,Sichrer, sanfter; es lachen dir zur SeiteGrünende Wiesen.

Ueber Güterverlust erlaß dem HimmelDeine Klagen. Verlust an SeelcnschmerzcnMacht dich reich. O crleichtre dein Gewand dir,Zwinge den Körper.

Jnnrc Schatze beglücken. Dir im InnernLieget Edelgestein und Gold; da grabeIn den Grüften. Von außen suchst du ewigRuhe vergebens.