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das will ich kühn zu ihren Gunsten behaupten. Ich stelle sie gleichhinter das einst mächtige und jetzt zerstreute Volk der Delawarenvon den Berge». Ach, Kapitän, hättet Ihr so viel Gutes undBöses wie ich in diesen Volksstämmen der Rothhäute gesehen, Ihrwürdet wissen, von welchem Werthe ein wackerer, schlichtgesinn-ter Krieger ist. Ich weis;, es gibt Leute, die da sagen und den-ken, daß ein Indianer nicht viel besser sei, als die Thiere aufdiesen nackten Prairien. Aber man sei erst selbst ehrlich, wennman einen guten Richter über Anderer Ehrlichkeit abgeben will.Gewiß, gewiß, sie kennen ihre Feinde, und kümmern sich ebennicht darum, ihnen großes Vertrauen oder Liebe zu erweisen."
„Die ächte Natur des Menschen!" erwiederte der Kapitän,„und wahrscheinlich fehlt es ihnen an keiner einzigen seiner na-türlichen Eigenschaften."
„Nein, nein, es ist nur wenig, was ihnen fehlt von dem,was die Natur vertheilt. Aber der weiß eben so wenig vomTemperament einer Rothhant, der nur Einen Indianer oder nurEinen ihrer Stämme gesehen, als der etwas von der Farbe derFedern weiß, der nur Eine Krähe gesehen. Jetzt, Freund Steuer-mann, lenkt dahin das Boot nach jenem niedrigen Sandfleck;und es soll Euch nicht gereuen."
„Weßhalb?" fragte Middleton, „wir sind gerade mitten imschnellsten Strome, und wenn wir an den Strand treiben, wirdes schwer halten, ihn wieder zu gewinnen."
„Ihr sollt nicht zu lange warten," erwiederte der alte Mann,indem er mit seiner Hand selbst thätig war, das zu bewirken, waser wünschte. Die Ruderer hatten zu viel von dem Einfluß gesehen,den er über ihren Führer ansübte, um seinen Wünschen jetzt ent-gegen zu sein, und ehe er noch Zeit gelassen, weiter darüber zuverhandeln, hatte die Spitze des Bootes bereits das Land berührt.
„Kapitän," fing der Alte wieder an, indem er seinen kleinenQuersack mit großer Bedächtigkeit losband, und mit einer Miene,