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ist Hacke und Spaten, daß mein Bruder doch in dem Busen derErde schlafen möge!"
Da brach der Mond zwischen einer Wolkenmasse hervor, unddas Auge des Weibes konnte Jsmaels Finger folgen. Er zeigteaus eine menschliche Gestalt, die unter dem dürren Aste der Weidevom Winde hin und her geweht wurde. Esther beugte ihr Hauptund hielt sich das Gesicht vor dem Anblick zu. Aber Jsmael gingnäher, und betrachtete lange in stillem Ernst, doch ohne Gewissens-bisse, sein Werk. Die Blätter des heiligen Buches waren auf demBoden umher zerstreut, und sogar ein Stück von dem Fclsensimswar von dem Secleuhäudler in seiner Angst abgerissen worden.Aber überall herrschte seht die Stille des Todes. Das grimmigeund verzerrte Gesicht des Opfers glänzte zuweilen im vollenMondschein, und dann wurde es wieder dunkel, wenn der Windes umkehrte, oder der Schatten des Strickes über das Helle Antlitzfuhr. Der Squatter hob die Flinte auf, zielte scharf und feuerte.Der Strick zerriß und der Körper fiel herab, eine schwere, ge-fühllose Masse.
So lauge hatte Esther weder sich geregt noch gesprochen.Aber jetzt war sie nicht säumig, als cs an das Werk ging. Baldwar das Grab gegraben. Es erwartete nun seinen bejammerns-wcrthcn Bewohner. Als aber die leblose Gestalt hinabsank, blickteEsther, die ihr den Kopf hielt, in das Gesicht ihres Gatten miteinem Ausdrucke der Angst, und sprach:
„Jsmael, mein Mann, es ist sehr schrecklich! Ich kann sienicht küssen die Leiche von meines Vaters Kinde!"
Der Squatter legte seine breite Hand auf die Brust des Tobtenund sprach:
„Abiram White, wir Alle bedürfen der Gnade. Ich vergebedir von Herzen! Möge Gott im Himmel Gnade haben mit deinenSünden!"
Die Frau neigte ihren Kopf und drückte ihre Lippen lang' und