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nicht so wie Leute, die sich in einer Wüste treffen, es doch thn»sollten. Aber icd dachte doch, sie würde» in Frieden wieder schei-den, bis ich sah, daß Einer die Flinte ans des Andern Rücken an-legte, und das that, was ich einen hinterlistigen und sündlichenMord nenne. Es war ein edler nnd männlicher Jüngling, denes traf! — Obgleich das Pulver sein Kleid sengte, stand er dochnoch eine Minute nach dem Schuß, che er fiel. Dann sank erauf die Kniee, schleppte sich aber männlich und verzweifelt nachdem Strauchwerk hin, wie ein verwundeter Bär, der ein Verstecksucht.»
„Und weßhalb, im Namen des himmlischen Richters, verbargtIhr dieß?" schrie Middleton.
„Wie! Denkt Ihr, Kapitän, daß ein Mann, der mehr alssechzig Jahre in der Wüste verlebt, nicht die Tugend der Ver-schwiegenheit und Zurückhaltung erlernt hat? Welcher rothe Krie-ger läuft toll und blind umher, um Alles zu erzählen, was ergesehen, bis die gelegene Zeit dazu kommt? Ich führte denDoktor hin, um zu scheu, ob seine Geschicklichkeit nicht da nochnützlich werden könne, und unser Freund, der Bienenjäger, der inder Nähe war, weiß von dem Umstande, daß der Leichnam in denSträuchern lag."
„Freilich, das ist wahr," sagte Paul. „Da ich aber nichtwußte, was für besondere Gründe den alten Wildsteller bewögen,die Sache so zu vertuschen, sprach ich davon so wenig als mög-lich ; was eben so viel war als gar Nichts."
„Und wer war der Vollbringer der That? fragte Middleton.
„Wenn Ihr unter einem Vollbringer den versteht, der Etwasgethan hat, so steht hier der Mann; nnd es ist eine Schande nndeine Schmach unserem Geschlecht, daß er vom Blut und von derFamilie des Todten ist."
„Er lügt! Er lügt!" schrie Abiram. „Ich habe ihn nicht er-mordet, ich versetzte nur Schlag um Schlag."