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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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glauben mußten, der erste Streich werde die ganze Waffe im Fleischbegraben, indessen sie doch so geschickt regiert wurde, daß sie nichtdie Haut berührte. Gegen diesen herkömmlichen Kunstgriff warHart-Herz völlig gleichgültig. Sei» Auge starrte unverwandt undfest in die Luft, obgleich die flimmernde Axt in ihren Schwin-gungen einen Hellen Lichtstrahl vor seinem Gesicht beschrieb. Jetztmachte der schlaue Wilde einen zweiten Versuch. Er legte diekalte Schärfe ans das bloße Haupt seines Opfers, und fing an,die verschiedenen Arten und Weisen zu beschreiben, wie ein Ge-fangener geschunden werden könne. Die Weiber begleiteten höh-nend seine Grausamkeiten, und versuchten ans den unbeweglichenGesichtszügen des Pawnee's doch irgend einen Ansdruck der Na-tur hervor zu suchen. Aber augenscheinlich sparte er sich für dieHäuptlinge und die Momente der letzten Angst ans, wo die Kühn-heit seines Geistes sich ans eine, seinem hohen unbefleckten Rufemehr zuträgliche Weise darthun könne.

Die Angen des Wildstellers folgten jeder Bewegung des To-mahawks, als wäre er des Pawnee's achter Vater, bis er zuletzt,unfähig seiner Entrüstung länger zu gebieten, ansrief:

Mein Sohn hat seine Klugheit vergessen. Dieß ist ein niedriggesinnter Indianer, der leicht zu einer Thorhcit gebracht werdenkann. Ich kann es nicht selbst thnn, denn meine Glaubenslehreverbietet, daß ein sterbender Krieger seine Verfolger schmähe,aber mit einer Rothhant ist dieß anders. Möge doch der Pawneebittere Worte sprechen, und damit einen leichten Tod erkaufen.Ich will für den Erfolg stehen, vorausgesetzt, daß er gleichspricht, che die ernsten Männer ihre Weisheit brauchen, um dieNarrheit dieses Thoren zu hemmen."

Der wilde Sioux, welcher diese Worte hörte, ohne ihren Sinnzu verstehen, wandte sich gegen den Sprecher, und drohte ihmaugenblicklichen Tod für seine Frechheit.

Frisch darauf, wie du willst!" sagte der alte Mann, ohne zu