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als unmöglich, seinen Tod hinausschieben zn wollen. Doch willich damit nicht sagen, das; Nichts gethan werde» könnte, die letztenAugenblicke — wenigstens auf kurze Zeit — zu verzögern, unddeßhalb ist es eine Frage, die Jeder an sein eigen Gewissen zuthun hat, wie weit er darin gehen will, und wie viel er duldenmag, damit er eine Zeit um einige Spannen verlängere, die vielleichtschon zu lange gedauert hat. Mancher rauhe Winter und sengendeSommer ist vergangen, seit ich mich zur Rechten und zur Linkengewandt habe, um eine Stunde dem Leben hinzuzufügen, das schonüber achtzig Jahre gedauert hat. Ich bin immer so bereit, aufmeinen Namen zu antworten, als der Soldat Abends beim Appell.Wenn Euer Schicksal der Gemüthsstimmnng der Indianer überlassenbleibt, so wird, nach meinem Urtheil, die Politik des großen Siouxsein Volk dahin stimmen, euch Alle zn opfern! auch gebe ich nichtviel auf seine scheinbare Liebe zu mir. Deßhalb ist die Frage rechtan der Zeit, ob Ihr zu solch' einer Reise bereit seid? und ob,wenn Ihr bereit seid, dieß nicht eine eben so gute Zeit zum Ab-reisen ist, als jede andere. Sollte man mich nach meiner Meinungfragen, würde ich sie so weit zn Euren Gunsten ertheilen, daß ichspräche: meines Erachtens sei Euer Leben unschuldig genug, wasnämlich Uebelthaten betrifft, die Ihr könntet begangen haben, ob-gleich die Wahrheit mich zugleich antreibe» würde, hinzuzusetzen,daß Alles zusammcngenommen, was Ihr auf die Rechnung EurerHandlungen setzen konntet, kaum des Namens werth sei, bei dergroßen Abrechnung."
Obed blickte kläglich ans das ruhige, philosophische Gesicht desAndern, indem dieser ihm einen so entmuthigenden Bericht überseine Lage mitthcilte. Er räusperte sich, um die entsetzliche Be-troffenheit zu verbergen, die alle seine Kräfte gelähmt hatte, unddoch verlängnete er dabei nicht jenen Stolz, welcher selten diearme menschliche Natur, selbst in ihren größten Nöthen, verläßt.
„Ich meine, verehrungswürdiger Jäger," crwiederte er, „wenn