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Autorität und Verachtung sich mischte, und die gegen das Endesehr ironisch tönte, ausrief:
„Laßt meine jungen Leute den bösen Geist der bleichen Ge-sichter in den Rath führen. Mein Bruder soll seinen Beschwörervon Angesicht zu Angesicht schauen!"
Eine todtenähnliche, feierliche Stille folgte dieser außerordent-lichen Unterbrechung. Sie war nicht allein eine schwere Beleidigunggegen die geheiligten Gebräuche bei den Verhandlungen, sondernder letzte Befehl war offenbare Herausforderung der unbekanntenMacht eines jener unbegreiflichen Wesen, die wenige Indianerdazumal ohne die allerheiligste Scheu anblicktcn, und denen sienoch viel weniger zu trotzen wagten. Die Dienenden gehorchtenindessen, und Obed ward ans seiner Wohnung heransgelassen,mit aller Cercmonie und in vollem Staate ans seinen Esel gesetzt,was allerdings wohl in spöttischer Absicht geschah, aber nichtsdesto weniger mit großer Angst ausgerichtet wurde. Als sie inden Kreis traten, warf Mahtoree, der dem Einflüsse des Doktorsdadurch, daß er seine Person verächtlich machte, Vorbeugen wollte,sein Auge rings umher, um in den finstern, ihn umgebenden Ge-sichtern, den Eindruck zu lesen.
In der That hatte Natur und Kunst sich vereinigt, ans derGestalt des Naturforschers ein Wesen zu erschaffen, wie es an je-dem Orte ein Gegenstand der Verwunderung geworden wäre. SeinKopf nämlich war nach der neuesten Sionxmode geschoren worden.Ein stattlicher Haarbüschel, den man ohne Zweifel, auch wenn derDoktor dabei zu Rathe gezogen worden wäre, geschont hätte, marAlles, was von einem üppigen und zumal in jener Jahreszeit garnicht unangenehmen Haarwuchs übrig geblieben. Dafür hatte mandie Farbe recht dick ans de» nackten Kopf aufgelegt, und in diesercharakteristischen Malerei war man bis um die Angen und denMund fortgeschritten, wodurch der natürlich scharfe Ausdruck derersteren eine ganz besondere Art von Schlauheit, der dogmatische