dich, da ich aber ein Christ bin, kann ich keine solche Botschaftüberbringen."
„Fürchtet sich mein Vater, daß die Tetons es hören könnten,so mag er es ganz sachte unser» Alten znflüstern."
„Furcht, junger Krieger, schändet das Bleichgesicht nicht minder,als die Rothhant. Der Wahcondah lehrt uns, das Leben, das eruns geschenkt, zu lieben; aber so wie Männer die Jagd lieben undihre Hunoe und ihre Karabiner, und nicht so wie Mütter ihreKinder verhätscheln. Wenn der Herr des Lebens meinen Namennennt, will er nicht haben, daß ich zweimal laut sprechen soll.Ich bin jetzt so bereit zur Antwort, wie ich es morgen seinwerde, oder zu jeder Zeit, wo es seinem mächtigen Willen ge-fällig ist. Aber was wäre ein Krieger ohne seinen Glauben, undder meine verbietet mir, Eure Worte zu überbringen."
Der Häuptling gab durch eine würdige Bewegung seine Zu-stimmung zu erkennen, doch war jetzt große Gefahr vorhanden,daß das gegenseitige Vertrauen, welches eben so seltsam erwecktworden, schnell wieder schwinden könnte. Allein das Herz des Altenwar zu stark gerührt worden, durch lange schlummernde, aber nochimmer lebende Erinnerungen, um so plötzlich alle Mittheilungenabzubrechen. Er sann eine Minute nach, und fuhr dann, mit un-verwandtem Blick auf den jungen Gefährten, weiter fort:
„Jeder Krieger muß nach seinen Anlagen gerichtet werden.Ich habe meinem Sohne gesagt, was ich nicht kann; jetzt aberöffne er seine Ohren auch für das, was ich kann. Ein Elenn-thier soll die Prairie nicht schneller dnrchmessen, als diese altenBeine, wen» der Pawnee mir eine Botschaft auftragen will, dieein Weißer überbringen kann."
„So laß das Bleich-Gesicht horchen," erwiederte der Andere,indem er einen Augenblick zauderte, wie noch verstimmt durch dievorhergehende Täuschung. „Er wird hier bleiben, bis die Siouxdie Kopfhäute ihrer todten Feinde gezählt haben. Er wird so lange