menswerthen Tugend der Geduld uachzuahmen. Selten sprachensie, und wenn es geschah, war es eine kurze, verächtliche Bemer-kung, welche nur dazu diente, das physische Uebergewicht einesWeißen über einen Indianer in das gehörige Licht zu setzen. Kurz,die Glieder von Jsmaels Familie schienen jetzt in vollem Genußeines ruhigen Zustandes, dessen Unthätigkeit ihnen behagte, inden sich aber doch die Ahnung einer Zukunft mischte, die nichtohne Gefahr für ihre Sicherheit durch einen verrätherischen Ein-bruch der Tetons war. Nur Abiram bildete eine Ausnahme indiesem Zustande zweideutiger Ruhe.
Während eines Lebens, unter tausend schändlichen und nieder-trächtigen Handlungen verbracht, war der Sinn des Seelenver-käufers endlich verhärtet und stark genug geworden, das verzweif-lungsvolle Abenteuer zu wagen, womit wir im Läufe unsererErzählung den Leser bekannt gemacht haben. Sein Einfluß überJsmaels kühnern, aber weniger thätigen Geist war keineswegsbedeutend, und wäre der Letztere nicht plötzlich von einem frucht-baren Grund und Boden vertrieben worden, den er mit der Ab-sicht, ihn zu behalten, aber ohne die gesetzlichen Formen zn be-achten, in Besitz genommen, so würde Jener nie den Mann sei-ner Schwester zu einem Unternehmen bethört haben, welches soviel Entschlossenheit und Vorausüberlegung erforderte. Wir ken-nen den frühen, glücklichen Erfolg und das darauf folgende Um-schlagen, und jetzt saß Abiram abseits, bei sich überschlagend,wie er die Vortheile eines Unternehmens sich sichern könne, wel-ches, das sah er wohl ein, jeden Augenblick ungewisser wurde,indem Mahtoree's Bewunderung für den unglücklichen Gegenstandseines Raubes mit jedem Augenblicke wuchs. Doch lassen wirihn grübeln und sinnen, und gehen dafür zur Beschreibung ge-wisser anderer Personen unseres Drama's über.
Hauptsächlich muß hier ein Winkel des Gemäldes bemerktwerden. Auf einer kleinen Bank an der äußersten Rechten der