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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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Fünfundzwanzigftes Kapitel.

Was? seid ihr, du und der alte Pistol, Freunde?

Shakespeare.

Der Vorhang unseres unvollständigen Dramsss muß nieder-fallcn, um bei seinem Aufzug eine neue Scene zu zeigen. Meh-rere Tage sind verstrichen, während welcher die Lage der Mit-spieler sich bedeutend verändert hat. Es ist seht um Mittag, undder Ort, wo wir uns befinden, ist eine hohe Fläche, welche sichan dieser Stelle etwas jäh von dem fruchtbaren Grunde erhebt,der sich längs dem Ufer eines der zahllosen Gewässer jener Ge-gend hiustreckt. Dieser Fluß, am Fuße der Rocky-Mountainsentsprungen, vermischte, nachdem er fernhin eine weite Ebene be-spült, seine Fluten mit einem noch weit großem Strome, umendlich im reißenden Missouri sich ganz zu verlieren.

Die Gegend war hier offenbar verbessert, obwohl die Hand,welche dem Landstrich ringsum den Charakter der Wüste gegeben,auch diesem Flecken zum Theil ihren Stempel aufgedrückt hatte.Was die Vegetation betraf, so war die Aussicht hier nicht soentmuthigend, als in den unfruchtbaren Wüsteneien der übrigenPrairie. Baumgruppeu standen, und zwar nicht sparsam, ringsum,und im Norden sah man weithin einen ordentlichen Forst sichausdehnen- Hier und dort konnte man auch auf dem Boden dieBeweise finden, daß man in hastiger und unvollkommener Kultursolche einheimische Gewächse angepfiauzt habe, die schnell in dieHöhe schießen, und bekanntlich ohne Pflege im tiefen angeschwemm-ten Boden gedeihen. Dicht am Rande dieses, wir möchten sagen,Tafellandes waren die hundert Hütten einer Horde wandernderSioux anfgerichtet. Ein leichter Bau, und dabei nicht die geringsteAnordnung. Jeder schien, als man sich hier niederließ, nichts berück-sichtigt zu haben, als die Nähe des Wassers, aber selbst diese wich-tige Rücksicht waltete nicht ohne Ausnahme ob. Während diemeisten Hütten am Rande der Ebene standen, lagen doch auch

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