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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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gewiesen worden war, hindurch zn gehen. Der Doktor war soeilig bei seinem Rückzüge gewesen, daß er die Freunde schon ein-geholt hatte, und so waren alle Flüchtlinge bald abermals beisammen.

Der Wildsteller sah sich jetzt nach einem geeigneten Platze um,wo die ganze Gesellschaft fünf oder sechs Stunden, wie er sichausdrückte, anhalten könnte.

Anhalten!" rief der Doktor, als der drohende Vorschlag inseine Ohren tönte.Verehrungswerther Wildsteller, es möchte imGegcntheil gut scheinen, daß man mehrcreTage in ununterbrochenerFlucht znbrächte."

Middleton und Paul waren beide dieser Meinung, und jederdrückte sie auf eigene Weise aus.

Der alte Mann hörte sie ruhig an, schüttelte aber den Kopf,wie Jemand, der nicht überzeugt war, und beantwortete dann alleihre Gründe durch folgende Rede.

Weßhalb sollen wir fliehen?" fragte er.Können die Füßesterblicher Männer flüchtige Pferde überbieten! Denkt ihr, dieTetons werden liegen bleiben und schlafen? werden sie nicht überdas Wasser gehen und unsere Spur suchen? Dank dem Himmel,daß sie in diesem zweiten Strome abgewaschen ist, und daß, wennwir den Platz mit aller Vorsicht verlassen, wir die Sioux vielleichtnoch täuschen können. Aber eine Prairie ist kein Wald. Dort kannein Mann lange reisen, um nichts bekümmert, als um die Tritteseiner Mokasins, die er hinter sich läßt, wogegen in diesen offenenStrichen man z. B. von jenem Hügel herab nach allen SeitenHinschauen kann, gleich dem Habicht, der auf seine Beute lauert.Nein, nein, die Nacht muß kommen, und die Finsterniß uns ver-hüllen, ehe wir diesen Ort verlassen. Doch', wir wollen auf dieWorte des Pawnee hören; der Junge hat Verstand, und ich wette,er hat schon manchmal mit den Sioux einen Wettlauf angestellt.Glaubt mein Bruder," wandte er sich an den Indianer in dessenSprache,daß unsere Spur schwer genug zu finden ist?"