und die Huldigung eines Kriegers zu belohnen, und der wackereBursche schien in der That von dem Anblick eines so seltenen Mu-sterbildes weiblicher Liebenswürdigkeit ganz ergriffen. Sobald erjedoch bemerkte, daß sein staunender Blick dem Gegenstände seinerBewunderung nicht angenehm sei, wendete er die Augen ab undantwortete, die Hand auf die Brust legend, in bescheidenem Tone:
„Mein Vater wird willkommen sein. Die jungen Leute meinesVolkes sollen mit seinen Söhnen jagen, die Häuptlinge werdenmit dem Graukopf rauchen. Die Mädchen der Pawnee's sollen indie Ohren seiner Töchter singen."
„Und wenn wir auf die Tetons stoßen?" fragte der Wildsteller,welcher gern genauer die Hauptbedingungen dieses neuen Bünd-nisses zu erfahren wünschte.
„Die Feinde der Lang-Messer sollen die Faust der Pawnee'sfühlen."
„So ist es gut. Jetzt, mein Bruder, laßt uns zusammen Rathhalten, daß wir auf keinen schiefen Pfad gerathen, sondern daß unserWeg in Euer Dorf so geradeaus sei, wie die Flucht der Tauben."
Der junge Pawnee gab ein Zeichen des Beifalls, und tratmit dem Andern etwas abseits, um weder von Pauls Unruhe,noch von der Gelehrtheit des Naturforschers unterbrochen zuwerden. Ihre Berathung war nur von kurzer Dauer, da sie aberauf die ausdrucksvolle Weise der Eingeborenen erfolgte, so hattejeder von beiden Theilen alsbald erfahren, was ihm zu wissenNvth that. Als sie zu ihren Gefährten getreten, konnte der alteMann einen Theil von dem, was zwischen ihnen vorgefallen war,in folgenden Worten wiedererzählen.
„Nein, ich habe mich nicht geirrt," sprach er; „dieser jungeKrieger vertraute mir mit der guten Miene — denn er hat einegute Miene und eine edle Miene, wenn er auch ein wenig schreck-lich aussieht mit seinen Malereien, — also mit der guten Mienean, daß er auf Kundschaft gegen eben dieselben Tetons aussei.
Die Proirie. 24