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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
318
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Spaniern gebraucht hätten nnd übercingekommen wären, daß dieLetzteren ihre unbegreiflichen Rechte über die weitläufigen Streckennnd Ländereien, in welchen sein Volk so viele Geschlechter undZeitalter hindurch frei gehaust nnd gelebt hatte, den Erstercnabgetreten hätten. Sein einfacher, beschränkter Geist konnte dieGründe nicht fassen, wodurch sich ein Volk für berechtigt hielt,sich die Oberherrschaft über die Besitzungen eines andern anzn-maßen, nnd sobald der Wink des Wildstcllers an ihn gelangte,war er nicht abgeneigt, zu glauben, auch hier mische irgend eineZauberkraft sich ein; denn von einer solchen überhaupt war er soganz überzeugt, daß er sie sogar in dieser Unterredung spürte.Er ließ folglich, im tiefen Gefühle seiner Unwissenheit, alle übrigeBedenklichkeiten fahren, schloß sich dem alten Manne fest an,streckte die Arme nach ihm ans, als ergäbe er sich ihm auf Gnadeund Ungnade, nnd sprach:

Lasse mein Vater seine Blicke ans mich fallen. Ich bin einwildes Kind der Prairie; mein Körper ist nackt, meine Händesind leer, meine Haut roth. Ich habe die Pawnee's, die Kvnza's,die Omahaw's, die Osage's nnd selbst die Lang-Mcsser geschlagen.Ich bin ein Mann unter den Kriegern, aber ein Weib unter denZauberern nnd Beschwörern. Mein Vater spreche: die Ohrendes Tetons sind offen. Er horcht wie ein Neh ans den Tritt desKagnar."

Also sind die weisen nnd unersorschlichen Wege ves Einzigenbeschaffen, welcher Gutes vom Bösen unterscheiden kann!" riefder Jäger ans englisch ans.Den Einen erthcilt er Verschlagen-heit nnd List, den Anderen Mannhaftigkeit nnd Kraft. Ist esnicht demiithigend, ist es nicht betrübend, ein so edles Geschöpf,wie dieses, welches so manchen blutigen Kampf gesuchten, zu sehen,wie es vor dem Götzen des Aberglaubens kriecht, wie ein Bettler,welcher um Knochen fleht, die man nur Hunden vorwerfen möchte?Verzeihe mir Gott, wenn ich mit der Unwissenheit des Wilden