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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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günstige Weise anspinnen konnte,würdet Ihr wohl gern einDutzend Jahre unter den Wilde» mit geschornem Kopfe und be-malter Haut zubringen, und vielleicht mit einem paar Weibernund fünf oder sechs unerzogenen Kindern auf dem Halse, welcheEuch ihren Vater nennten?"

Unmöglich!" rief der erschrockene Naturforscher.Ich binim Allgemeinen dem ehelichen Leben abhold, und doppelt abholdjeder Vermischung mit einer Varietät der Speckes, welcbe blosdazu dient, die Schönheit der Natur zu beeinträchtigen, und dieHarmonie derselben zu unterbrechen. Ueberdieß sind dergleichenVarietäten eine mühsame und peinliche Neuerung in der Ordnungunserer Nomcnclatnren."

Ei! ei! das sind der Gründe mehr als zu viel, um Euch einsolches Leben zu verleihen. Nähmen Euch aber die Sioux in ihrDorf auf, so könntet Ihr, so wahr Gott die Sonne auf- und nnter-gehen läßt, von Glück sagen, wenn dieses Eure Bestimmung würde."

Was? mir ein Weib zur Ehe geben, welches nicht mit den Rei-zen ihrer Speckes geschmückt märe!" erwiederte der Doktor.Wasfür ein Verbrechen habe ich denn begangen, um so hart bestraftzu werden? Einen Mann gegen den Trieb seines Willens in dasEhejoch zwingen, heißt der menschlichen Natur Gewalt anthun."

Nun, da ich Euch einmal von Natur reden höre," versetzteder alte Mann, mit einer Bewegung in de» Winkeln seiner tief-liegenden Augen, die er zu verbergen suchte, obschon sie verrieth,daß er in gewissen Fällen guter Laune sein konnte,so habe ichnoch Hoffnung, daß nicht alle Vernunft ans Eurem Gehirn ge-wichen ist. Aber, um wieder auf die Sioux zu kommen, so wer-den sie, als ein absonderliches Zeichen ihrer Geneigtheit, und dasie Euch gewiß vorzugsweise Wohlwollen, Euch nicht ein oderzwei, sondern fünf bis zehn Weiber znlegen. O, ich habe zumeiner Zeit Häuptlinge gekannt, die darum der höchsten Achtunggenossen, weil sie einen ganzen Harem hatten.