292
mit ihm ritt, waren auf die Stelle gestoßen, die wir so oft be-schrieben haben, und auf welcher sich Spuren ansgeübter Gewalt-thätigkeit und vergossenen Blutes vorfaudcn. Hier untersuchtensie von ihren Pferden herab, mit dem allen Indianern eigenenScharfsinn die wohlbekannten Zeichen. Sie forschten lauge undnicht ohne Mißtrauen und Vorsicht. Endlich stießen Beide zugleicheinen Schrei aus, fast eben so erbärmlich und Entsetzen verrathend,als jenes Hundegeheul, welches den Squatter und die Seinen aufeben diese Spuren geführt hatte. Ihr Aufschreien versammelteunverzüglich die ganze Bande um sie, wie der Schakal durch seinwildes, grimmiges Jauchzen seine Kameraden zur Jagd zusam-menruft.
Zwanzigstes Kapitel.
Willkommen, Fähnrich Pistol!
Shakspeare.
Aald darauf entdeckte der alte Jäger in dem Häuptlinge derSioux den ihm schon früher bekannten Mahtorce. Dieser An-führer war einer der Letzten, die sich auf den Zuruf Weucha's ein-gefunden hatten. Kaum war er auf der Stelle angelaugt, auf» welcher der ganze Trupp hielt, als er vom Pferde sprang undmit derjenigen Aufmerksamkeit und ruhigen Würde, die ihm seinehöhere Stellung und die übernommene Verantwortlichkeit zurPflicht machte, die Spuren untersuchte. Seine Krieger — denndaß sie zu dieser furchtlosen blutigen Klasse gehörten, war nichtzu bezweifeln — warteten den Enderfolg seiner Forschung mit ge-duldiger Ergebung ab; nur Wenige unter ihnen, wahrscheinlichdie Obersten und Tapfersten nach ihm, wagten es, sich leise miteinander zu besprechen, während er die Stelle in genauen Augen-schein nahm. Es verflossen einige Minuten, ehe Mahtoree mitsich im Reinen war und befriedigt schien. Jetzt schweiften seine