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den Tiefen und Rändern des Horizontes wie aus Abgründen em-porsteigen, bis sie zahllos, wie die Blätter der Wälder, überwelche sie fortschweben, daher und vorüber rauschen. Staubwolkenschossen in kleinen Säulen aus dem Mittelpunkt der Heerde empor,je nachdem eines der Thiere, wüthender als die anderen, denBoden mit den Hörnern aufwühlte; und von Zeit zu Zeit führteder Wind ein tiefes, hohles Gebrüll herbei, als würde aus tau-send Schlünden ein unharmonisches Gemurmel augestimmt.
Die erstaunten Zuschauer des furchtbar-schönen und großenAnblicks äußerten schweigend ihre Gefühle. Der alte Waidmann,mehr als die Uebrigen an dergleichen gewöhnt, folglich wenigerüberrascht und hingerissen, und mehr seiner übrigen Empfindungenund der Folgerungen mächtig, die sich aus dem Schauspiel ziehenließen, brach zuerst das Stillschweigen.
„Da ziehen zehntausend Stück Hornvieh in einer Trift hin,ohne Herrn und Hirten, außer Dem, der sie geschaffen und ihnendiese offenen Anger zu ihrer Weide angewiesen hat! Kann dochnirgends besser, als hier, der Mensch die Beweise seiner Eitelkeitund Thorheit finden! Kann wohl der stolzeste Regierer in allenStaaten ans sein Feld gehen und ein stattlicheres Bullthier schlach-ten, als hier der gemeinste Jägersmann schießt? Kann er, wennihm sein Rinderbraten oder sein Beefsteak vorgesetzt wird, es mitso vielem Wohlgeschmack genießen, als Der, welchem die schwereArbeit seine Kost versüßt hat, als Der, welcher sie ans dem Wegeder Natur erworben, und durch die erlaubten Mittel, die derHerr ihm an die Hand gegeben, gewonnen hat?"
„Wenn auf dem Teppich der Prairie ein Bisonshöcker raucht,"unterbrach ihn der leckere Bienenjäger, „so spreche ich: Nein!"
»Ja, ja, junger Mann, Ihr habts gekostet, und könnt Euchden Grund angeben, warum es also ist. . . Jetzt aber biegt sichdie Spitze der Heerde nach uns zu, und wir müssen uns auf einenBestich gefaßt machen. Verkriechen wir uns insgesammt, so könnte