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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
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Ihr mir cs sagen, mit allen Enren Büchern, nnd mit aller EnrerSchntweisheit? War es nicht der erste Mensch im Garten Eden,nnd ist dieß nicht der einlenchtendste Beweis, daß seine Gabenauf seine Kinder vererbt sind?"

Dieß ist freilich die mosaische Erzählung von der Sache: Ihrnehmt aber den Bericht zu buchstäblich, den Ihr gelesen habt."

Ich? gelesen? Nun, ich glaube gar, Ihr bildet Euch ein,daß ich meine Jugendzeit in Schulen verbracht nnd verschwendet,sonst würdet Ihr dem, was ich weiß, nicht die größte Schandeanthun, die Einer dem Andern ohne allen Grund anthun kann.Habe ich je gewünscht, lesen zu können, so ist es blos geschehen,um den Inhalt des Buches, welches Ihr erwähnt, besser zu ver-stehen; denn das ist ein Buch, welches in jeder Zeile die Spracheder menschlichen Gefühle spricht, nnd hierin mit der Vernunftznsammenkommt."

Glaubt Ihr denn," sagte der Doktor, durch diesen Dogma-tismus seines widerspenstigen Gegners anfgereizt, und vielleichtauch insgeheim zu sehr seinen eigenen liberaleren, obschon nichtso heilsamen Einsichten vertrauend,glaubt Ihr denn, daß alleThiere des Erdbodens wörtlich nnd buchstäblich im Garten Edenversammelt waren, damit jedes derselben von dem ersten Menschenseinen Namen empfinge?"

Warum nicht? Ich verstehe Eure Meinung gar wohl, dennman braucht nicht eben in Städten zu leben, »in alle teuflischeEinfälle nnd Spitzfindigkeiten zu hören, die der menschliche Unver-stand ausheckt und erfindet, um sein eigenes Glück zu untergraben.Was beweiset der ganze Einwnrf? Nichts mehr nnd nichts weniger,als daß der Garten Eden kein Garten war, wie die erbärmlichenPflanzungen, die man heut zu Tage mit diesem Namen belegt,nnd daß auch hier schon die göttliche Schöpfung die menschlicheAusbildung und Verbildung zu Schanden macht. Nein, nein, derGarten Gottes war der Wald, und ist der Wald, in