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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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mußte, hielt er das Gewehr gerade auf ihn hin, und rief mitlauter Stimme:

Guter Freund, Frieden oder Krieg! Ihr habt die Wahl!...

Alles still?_Nun wohl, so ist es doch kein Mensch, und der

Gelehrte hier neben mir hat recht; dann kann es auch keinenSchaden thnn, wenn ich in einen Haufen dürres Laub schieße!"

Mit diesen Worten ließ er allmählig den Flintenlanf sinken,bis er die volle Richtung des Kopfes erreicht hatte, spannte denHahn, und wurde das tödtliche Ziel nicht verfehlt haben, wenn indemselben Augenblick nicht ein großer, langer Indianer schnell ausdem Lager von Laub und Reisig aufgesprungen wäre, welches erüber sich aufgehäuft hatte, als er die vier Männer von weitem aufdie Stelle zukommcn sah. Da stand er nnn aufrecht, mit demgewöhnlichen Ausruf: Wagh!

Achtzehntes Kapitel.

PalämonS Dach ist mein Visir; im HauseZst Jupiter. Shakespeare.

Der alte Jäger, dem es nicht Ernst gewesen war, Gewaltzu gebrauchen, hob die Flinte wieder in die Höhe, und selbstge-fällig über den Erfolg seines Versuches lachend, zog er den stau-nenden Blick des Naturforschers von dem Wilden dadurch aufsich, daß er ihn anredetc:

»Ja, ja, die verwünschten Kobolde bleiben, wie schlafendeAlligatoren, stundenweise liegen, über ihre Teufeleien träumend,oder auch über ihre Zaubereien brütend, bis auf den Augenblick,wo sie eine offenbare Gefahr vor Augen sehen; nur dann machensie's wie die anderen Menschen. Aber dieser Spion ist in Krieger-Malerei. Es möchten leicht mehrere seines Stammes in der Nähesein. Laßt uns die Wahrheit aus ihm bringen; solch' ein ver-zweifelter indianischer Kriegshaufe dürfte leicht noch gefährlicherfür uns sein, als ein Besuch der ganzen Squatter-Familie."