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leuchtendes Hochroth. Gemischt mit beiden waren verschiedeneTinten von Gelb, Weiß, Carmoisin: Alles wild nnd seltsam untereinander. Wären dies; alle Kennzeichen gewesen, so würde manMühe gehabt haben, zn entscheiden, ob das Wesen lebendig oder-leblos sei, denn es lag bewegungslos da, wie ein Stein; aber einfinsteres, glänzendes, hin nnd her rollendes Augenpaar, welchesmit ängstlicher Thcilnahme die geringsten Bewegungen des Wild-stellers nnd seiner Gefährten bewachte, setzten den Punkt außerallen Zweifel, daß Leben in der Kugel sei.
„Euer Basilisk ist ein Spion, oder ich müßte mich auf india-nische Malerei nnd indianische Teufeleien schlecht verstehen!" mur-melte der Alte, die Flintenkolbe ans den Boden stoßend und mitunverwandten Angen starr nach dem fnrchterweckenden Gegenständehinschanend, ruhig, gefaßt nnd ans den Lauf gelehnt. „Der Hal-lunke will uns um Angen nnd Verstand bringen, uns weißmachen,daß der Kops eines Rothen nichts mehr nnd nichts weniger, alsein im Herbstlanbe liegender Stein sei; oder er hat wohl gareine teuflische Arglist im Sinne!"
„Ist denn das Thier da etwas Menschenartiges?" fragte derDoktor. „Gehört es znm Genus Ilomo? Ich meinte, es wäreein noch nicht beschriebenes Geschlecht."
„Es ist so gut ein menschlich Wesen, und noch dazu ein sterb-liches, als es je einen indianischen Krieger in diesen Prairien ge-geben hat. Ich habe die Zeit erlebt, wo eine Rothhaut ein thö-richter Waghals gewesen wäre, wenn er in dieser Stellung ansseinem Versteck auf einen gewissen Jäger hätte hervorgucken wollen,welchen ich nennen könnte, der aber jetzt alt ist nnd seiner Lebens-neige zn nahe, um etwas mehr zn sein, als ein erbärmlicher Wild-fänger. Vor Allem wird es gut sein, mit dem Kobold nns in'sGespräch einzulassen, nnd ihm zn zeigen, daß er es mit Män-nern zu thun hat, welche Haare auf den Zähnen haben. „Gu-ter Freund," fuhr er fort, in der Sprache der zahlreichen