des reiche» Pflanzers, und bald freute er sich eben so sehr, alsseine Tochter, wenn das Klopfen an die Thür ihnen die Ankunftdes angenehmen Gastes verkündigte.
Wir halten es für nnnöthig, bei dem Eindruck zu verweilen»welchen die Reize der jungen Jnez auf den fremden Krieger mach-ten, und den Gang unserer Erzählung mit der Beschreibung desallmähligen Eingangs anfznhalten, welchen sein einnehmendesWesen, seine männliche Schönheit und seine beharrliche Aufwar-tung in dem gefühlvollen, romantischen, warmen Herzen eineseingezogenen, sechzehnjährigen Mädchens fand. Es reicht zu un-serer Absicht hin, zu sagen, daß sie einander liebten, daß derjunge Mann nicht scheute, sich zu entdecken, daß seine Erklärungbald über die Bedenklichkeiten des Mädchens, dann auch — frei-lich nicht ohne große Mühe — über die Einwürfe des Vaterssiegte, und daß noch ehe die Provinz Louisiana sechs Monate imBesitz der Vereinigten Staaten gewesen, unser Offizier der glück-liche Verlobte der reichsten Erbin am Misstsippi war.
So sehr wir auch dem Leser Zutrauen, daß er sich die Artund Weise denken werde, wie die Sache so weit gediehen sei, undnur hierbei der gewöhnliche Gang befolgt worden, so darf er jcdocbnicht glauben, daß Middletons Trinmph über die Vorurtheile desVaters oder selbst der Tochter, so gar leicht gewesen sei. DieGlanbensverschiedenheit hatte hier einen starken, fast nicht von derStelle zu rückenden Riegel vorgeschoben. Der junge Mann mußtesich mit aller ihm zu Gebote stehenden Geduld einem furchtbarenVersuche unterwerfen, welchen der an ihn abgesandte Pater Igna-tius zn machen beauftragt war, nämlich — dem Bekehrungsver-suche. Der würdige Priester ging dabei systematisch, kräftig, be-harrlich zu Werke. Ein Dutzend Mal (so oft nämlich Jnez'ssylphenartige Gestalt wie ein Fcenbild dem Liebenden vor Augenschwebte, und ihr Licht über die Konferenzen ausgoß) schmeicheltesich der gute Pater, er stehe schon auf dem Gipfel seines Sieges,