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herüberbeugen und die kleinen Zuge mit der zärtlichen Hand leiseberühren gesehen. Dann aber mit einem Male von dem empö-renden Geschäft anfschreckend, zog sie die Hände ab, schlug sie indie Runde um sich, tappte umher, als suche sie ein vergeblichesMittel gegen den gewaltsamen Schlag, der sie so plötzlich desKindes beraubte, ans welches sie nicht nur ihre größte Hoffnung,sondern ihren ganzen mütterlichen Stolz gesetzt hatte. Währendsie auf diese unbegreifliche Weise beschäftigt mar, drehte sich dersonst so schläfrige Abner von ihr ab, und von ungewohnten Ge-fühlen, die sich in seiner Kehle zum Ausbruch sammelten, halberstickt, bemerkte er:
„Mutter meint gewiß, wir sollen die Zeichen anfsnchen, welcheuns Licht geben können, wie Asa um's Leben gekommen ist.«
„O," rief Jsmael, „sein Tod ist das Werk der verfluchtenSioux! Zweimal haben sie mich tief in ihre Schuld gesetzt; dasdritte Mal soll die Rechnung abgeschlossen werden!"
Mit dieser scheinbare» Erklärung nicht ganz zufrieden, viel-leicht aber auch heimlich wünschend, die Augen von einem Schau-spiel abzuziehen, welches in ihren träge» Herzen so außerordent-liche, ungewohnte Gefühle hervorbrachte, zogen sich die Söhnevon der Mutter und dem Leichname etwas zurück, um die Nachfor-schungen anznfangen, welche Jene so beharrlich zu verlangen unddurch ihre Bewegungen zu gebieten schien. Jsmael war's zufrieden,folgte sogar den Kindern, doch mehr wie Einer, der eitlen Wünschennachgibt, denen sich nicht füglich widersprechen läßt, als wie Einer,der sich einen Erfolg davon verspricht. Die jungen Leute waren,bei ihrer übrigen Geistesbeschränktheit, in Allem, was sieb auf ihreLebensweise bezog, so wohlerfahren, daß sie eine Untersuchung, wiediese, wo es so sehr auf Zeichen und Spuren, die mit dem Jagd-wesen in Verbindung standen, ankam, mit Scharfsinn und Geschickanstelle» konnten. Und so geschah es denn auch, daß sie dastraurige Geschäft mit Fertigkeit und Einsicht betrieben.