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indem sie in ihrer Verwirrung kaum aufathmete. „Aber was gibtes? Sagte er Euch, Ihr solltet aus diesen Felsen steigen? — Erweiß ja selber nichts; denn der Eid, den ich meinem Oheim lei-stete, verschloß meinen Mund."
„Ei, da ist aber Jemand, der keinen Eid geleistet und Allesentdeckt hat. Ich wünschte, daß der Mantel, welcher um dieGeheimnisse der Natur geschlungen ist, eben so wirkungsreich vonihren verborgenen Schaßen abgezogen würde! Ellen, Ellen! DerMann, mit welchem ich unwissentlich ein Compactuni oder eineVereinigung abgeschlossen, hat alle Verpflichtungen der Ehrbarkeitschnöde vergessen! Dein Oheim, Kind..."
„Ihr meint Jsmael Busch, der meines Vaterbruders Wittwezur Frau hat," erwiederte das beleidigte Mädchen ein wenig stolz.„Wahrhaftig, wahrhaftig, es ist doch grausam, mich eines Bandeswegen zu tadeln, welches der Zufall geknüpft, und welches ichherzlich gern für immer bräche!"
Die gedemüthigte Ellen konnte nicht mehr herausbringen,sondern niedersinkend aus eine Felsbank, begann sie ans eine Weisezu schluchzen, welche ihre Lage doppelt mißlich machte. Der Doktormurmelte wenige Worte, die Entschuldigung und Erklärung zugleichsein sollten; aber ehe er Zeit gewonnen, seine Rechtfertigung zuvollenden, stand sie wieder auf, und sprach mit großer Festigkeit:
„Ich kam nicht her, um meine Zeit in thörichten Thränen zuvergeuden, noch Ihr, um zu versuchen, wie mau sie stillen kann.Was also brachte Euch her?"
„Ich muß das dieses Zelt bewohnende Wesen sehen."
„So kennt Ihr den Inhalt?"
„Ich sollte glauben, davon unterrichtet zu sein; ich bringeeinen Brief, den ich eigenhändig übergeben muß. Ist das Wesenein gusürupes, so ist Jsmael ein pflichtgetreuer Mann; ist es aberein bipes, mit oder ohne Flügel, das gilt mir gleich, so ist erfalsch, und unser Compactum zu Ende."