„Einen hiibsch windigen Platz hast dn znm Lager gewählt,Jsmael!" fing sie an, oder besser, fnhr sie fort, indem sie nurihr Belfern von einem schluchzenden zehnjährigen Mädchen, dasneben ihr stand, ab- und gegen ihren Mann hinwandte. „Wahr-haftig, als ob ich nicht alle zehn Minuten Nachsehen mußte, daßmir die Krabben nicht fortfliegen und unter Eulen und Habichtegerathen. Was lagert ihr hier um den Felsen, wie die Schlangenim Frühling, wenn der Himmel anfängt lebendig zn werden vonVögeln, heda! Denkt ihr, man kann den Mund füllen, und denHunger stillen mit Schlafen und Maulaufsperren?"
„Nein, du sollst auch noch freies Reden haben, Esther," sagteder Ehemann, indem er den Namen in der eigcnthümlich ameri-kanischen Mundart aussprach, und die lärmenden Weiber miteinem Blicke ansah, der mehr eine zur Gewohnheit gewordeneDuldsamkeit als Zuneigung mrrieth. „Aber die Vögel sollst dnhaben, wenn deine eigene Stimme sie mir nicht zu hoch aufscheucht.Ei, Frau," fnhr er fort, indem er mittlerweile dieselbe Stelleerstiegen, von wo er Ellen so rauh fortgeschencht hatte, „und auchBüffel, wenn mein Auge das Thier in der Entfernung einerspanischen Meile entdecken kann."
„Komm 'runter, komm 'runter, und thne 'was, statt zuschwatzen. Ein plaudernder Mann ist nicht viel besser als einbellender Hund. Nell soll das Tuch aufstecken, wenn sich welchevon den Rothhänten blicken lassen, um euch bei Zeiten Nachrichtzn geben. Aber, Jsmael, was mußtest du denn vorhin todtschießen;denn es war deine Flinte, die ich vor ein paar Minuten hörte,oder ich müßte alles Gehör verloren haben?"
„Pah! 's war nur, um deu Habicht fortzuscheuchen, der daüber den Felsen schwebt."
„Habicht! Wahrhaftig, ein Mann in Jahren, und nach Habich-ten und Weihen zu schießen, wo achtzehn Mäuler zu füttern sind.Sieh' auf die Bienen und den Biber, und schau, mein guter