116
Antwort für das Neble erhalten, was deine eigene schlechte Auf-führung über uns gebracht hat."
„Ich will nicht länger wie ein kleines Kind am Gängelbandegeführt werden. Ihr sprecht vom Gesetze, als ob Ihr keines kenntet,und doch haltet Ihr mich nieder, als hätte ich nicht für mein Lebenund meine Bedürfnisse zu sorgen. Ich will nicht länger hier blei-ben, um wie Euer schlechtestes Vieh behandelt zn werden."
„Die Welt ist weit, mein stattlicher Bursch, und es gibt daraufmanche schöne Anpflanzung ohne Besitzer. Geh', du hast Besltz-titek, unterzeichnet und untersiegelt, zur Hand. Wenig Vätertheilen so gut mit ihren Kindern, wie Jsmael Busch; du wirstmir das wenigstens nachsagen, wenn du an's Ende deiner Reisekommst."
„Seht, Vater! seht!" riefen verschiedene Stimmen mit einemMal, als ergriffen sie mit Begier eine Gelegenheit, ein Gesprächzu unterbrechen, das noch heftiger zn werden drohte.
„Seht!" wiederholte auch Abiram mit einer dumpf und war-nend klingenden Stimme, „wenn Ihr Zeit zn 'was Anderem alszum Zanke habt!"
Der Auswanderer wandte sich langsam von dem sich aufleh-nenden Sohne ab, und richtete sein Auge, in dem noch immer derZorn glühte, nach oben. Kaum aber, daß er den Gegenstand,der setzt die Aufmerksamkeit Aller zugleich fesselte, gewahr ward,so änderte sich auch jener Ansdruck in den des Staunens unddes Unwillens.
Ein weibliches Wesen stand ans dem Fleck, von wo Ellen soschrecklich vertrieben worden. Ihre Gestalt war so fein und zart,wie cs sich nur mit der Schönheit vertragen konnte, und wieDichter und Künstler das Ideal weiblicher Lieblichkeit gepriesenhaben. Ihr Anzug war von dnnkelm, glänzendem Seidenzeng,und wallte um ihren Wuchs wie das feine Gewebe, das man denfliegenden Sommer nennt. Reiche Flechten des lockigen Haares,