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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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Und Ihr glaubtet, was der hungrige Heuchler predigte?"

Wer sagt, daß ick es glaubte," cutgeguete Abiram mit wil-dem Blick, der da bekundete, mit wie großer Furcht er bei demGedanken verweilte, den er sich jetzt Mühe gab, zu verachten.Heißt das Glaube, was ein schurkiscker..., und doch, Jsmael,der Manu möchte am Ende doch ehrlich gewesen sein! Er sagteuns, die ganze Welt wäre eigentlich nicht besser als eine großeWüste, und es gebe nur Eine Hand, welche die allergelehrtestenLeute durch alle ihre Windungen des Guten und Bösen führenkönne. Wenn das nun von der ganzen Welt wahr ist, so könntees auch von einem Theil wahr sein."

Abiram, fort mit den Bedenklichkeiten; wie ein Mann!"unterbrach ihn der Auswanderer mit einem heisern Hohngclächter.Du wirst noch ein Betbruder. Aber zu was Nutzen ist es, nachdeiner eigenen Lehre, Gott fünf Minuten und dem Teufel eineStunde zu dienen? Höre, Freund; ich habe nicht viel von einemguten Landwirth, aber das weiß ich doch: »in eine gute Ernte zumachen, dazu gehört auch beim fruchtbarsten Boden vorher einesaure Arbeit, und Eure Schnüffler vergleichen häufig die Erdemit einem Kornfelde, und die Leute, die darauf leben, mit denFrüchten. Nun sag' ich dir, Abiram, daß du nicht besser bist,als eine Distel oder das Wollkraut, ja du bist ein Hollnnderge-wächs, das nicht 'mal zum Br.'nnen taugt!"

Der boshafte Blick aus Abirams schielenden Angen zeugte vondem in ihm lodernden Ingrimm. Aber wie er vor dem unbe-weglich festen Ausdruck in Jsmaels Antlitz fast eben so schnellund wirkungslos zurückprallte, als er verstohlen herausgekommen,so verrieth er auch, wie der kühne Geist des Letztem über denSchleichenden die Oberherrschaft behauptete.

Zufrieden mit seiner Uebermacht, die zu augenscheinlich war,und sich zu oft bei ähnlichen Vorfällen bekundet hatte, um ihnüber ihren Wirkungskreis in Zweifel zu lassen, setzte Jsmael ruhig