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sind zu leben, wo Jeder für sich Platz findet, mit den Geheim-nissen ihrer Nachbarn verfahren. Welchem Advokaten oder Sheriffdenkt Ihr Eure Neuigkeiten mitzutheilen?"
„Ich halte nur wenig Verkehr, außer mit Einem, und dannbetrifft es immer nur meine eigenen Angelegenheiten," erwiederteder alte Mann, ohne im geringsten Furcht merken zu lassen. Dabeizeigte er nach oben: „Ein Richter, und der Richter über Alle! Erbraucht nicht erst durch mich Nachricht einzuziehen, und wenigwird Euer Wnnsch helfen, etwas vor ihm, selbst in dieser Wüste,geheim zu halten."
Die einfache, feierliche Weise des Windstellers schlug denschwellenden Zorn seiner Zuhörer nieder. Jsmael stand verdrossenund voller Gedanken, während sein Gefährte einen heimlichen undunwillkürlichen Blick auf den ruhigen Himmel warf, der sich so weitund blau über ihren Häuptern hinzog, als erwarte er, daß desAllmächtigen Auge selbst ans dem Himmelsgewölbe vorblicken werde.Aber Eindrücke so ernster Art haften selten lange ans Gemüthern,die der Trägheit und Vergeßlichkeit gehuldigt haben. Das Zanderndes Auswanderers war daher nur von sehr kurzer Dauer. DieSprache sowohl, als das feste, gesetzte Wesen des Sprechers hatteindessen alle Ausbrüche des Unwillens und der Heftigkeit verhindert.
„Es würde sich mehr für einen freundlichen Kameraden schicken,"erwiederte Jsmael in einem so trüben Tone, daß er seine Launeverrieth, obgleich er durchaus nicht mehr drohend war, „hättetIhr Eure Schulter hinten in's Rad eines jener Wagen gestemmt,als hier Euch herum zu stehlen, wo Niemand nöthig ist, als dereingeladen wird."
„Die wenige Kraft, die mir übrig geblieben," entgegnete derWildsteller, „kann ich hier eben so gut als bei Euren anderenLastwagen gebrauchen."
„Haltet Ihr uns für Kinder!" rief Jsmael, halb im seinerWildheit, halb vor Spott lachend, indem er zugleich seine ganze