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Hier horchte sie, als zweifle sie an der Schicklichkeit, sich weiterzu wagen. Das war jedoch nur das Werk eines Moments, undlange zuvor, ehe die müden Augen der Schildwache, dje den Platz,wo sie stand, überschaute, Zeit gewonnen, ihre Gestalt zu entdecken,war sie den Grnn d entlang gehüpft und stand auf der Spitze dernächsten Anhöhe.
Lange und aufmerksam horchte Elle» hier, ob kein andererLaut, als das Athmen der Morgenluft, die leise mit den herbst-lichen Blättern zu ihren Füßen spielte, sich hören lasse. Schonwollte sie, getäuscht in ihrer Erwartung, sich abwendcn, als derTon menschlicher Fußtritte durch das niedrige Gras herschallend,ihr Ohr traf. Eifrig vorspringend, entdeckte sie bald die Umrisseeiner von unten her sich nähernden Gestalt, als hätte diese dieihrige gegen den Horizont erkannt. Schon schwebte der NamePaul auf ihren Lippen, und sie wollte ihn mit der Lebhaftigkeitaussprechen, mit der weibliche Neigung wohl zuweilen einen Freundbegrüßt, als das junge Mädchen, plötzlich zurückschreckend undbitter getäuscht, ihrem Gruße kalt die Worte hinznfügte:
„Ich glaubte nicht, Herr Doktor, Sie z» dieser ungewöhnlichenStunde anzntreffen."
„Alle Stunden und Jahreszeiten sind gleich, meine gute Ellen,für einen echten Freund der Natur," entgegnete ein kleiner, ma-gerer, leichtfüßiger, aber ganz rüstiger Mann, in einer ans Tuchund Fellen seltsam zusammengesetzten Kleidung, und etwas überdie mittleren Jahre hinaus, indem er sich mit der Vertraulichkeiteines alten Bekannten ihr zur Seite stellte. „Wer da nichts zufinden und zu bewundern weiß, bei diesem grauen Lichte, der weißanch nichts von einem großen Theil der Segnungen, deren er sicherfreut."
„Sehr wahr," crwiederte Ellen, indem ihr plötzlich die Noth-wendigkeit einfiel, auch über ihre eigene auffallende Entfernungzu einer so ungewöhnlichen Stunde Rechenschaft zu geben. „Auch
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